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Artgerechtes Hundefutter in der Schweiz: Ernährung, die wirklich zu Ihrem Hund passt

Sie möchten Ihren Hund artgerecht füttern und fragen sich, welches Hundefutter in der Schweiz wirklich sinnvoll ist. In unserer täglichen Beratung begegnen wir vielen Hunden mit ganz unterschiedlichen Beschwerden. Von Juckreiz und Verdauungsproblemen über stumpfes Fell bis hin zu Übergewicht, Unruhe oder wiederkehrenden Entzündungen. Die Erfahrung zeigt immer wieder: Eine nicht passende Fütterung spielt dabei häufig eine zentrale Rolle.

Hunde sind keine Maschinen, die mit einer Standarddose „funktionieren“. Jeder Hund bringt seine eigene Vorgeschichte, seinen Stoffwechsel und individuelle Bedürfnisse mit. Artgerechte Ernährung orientiert sich deshalb nicht an Marketingversprechen oder Trends, sondern am echten Bedarf Ihres Hundes.

Was bedeutet artgerechte Ernährung beim Hund?

Artgerechte Ernährung bedeutet: Der Körper bekommt das, was er braucht – in einer Form, die er gut verwerten kann. Beim Hund heisst das vor allem eine bedarfsgerechte Versorgung mit hochwertigem Protein, passenden Fetten, gut verträglichen Kohlenhydraten (falls nötig) sowie Vitaminen und Mineralstoffen. Wichtig ist dabei immer der individuelle Kontext: Alter, Aktivität, Gesundheitszustand und Verträglichkeit.

Eine artgerechte Fütterung berücksichtigt insbesondere:

  • den individuellen Energiebedarf (Alltag, Bewegung, Training)

  • Proteinqualität und -verträglichkeit

  • Fettgehalt und Fettsäuren (Haut, Fell, Entzündungsgeschehen)

  • Ballaststoffe und Darmgesundheit

  • Lebensphase (Welpe, Erwachsener, Senior)

  • Vorerkrankungen und Unverträglichkeiten

Ziel ist, den Organismus zu entlasten und gleichzeitig stabil, ausgewogen und passend zu versorgen.

Die Basis: Zutatenqualität und Deklaration verstehen

Gerade in der Schweiz ist das Angebot riesig – Trockenfutter, Nassfutter, Frischfutter, BARF, schonende Kochrationen. Die wichtigste Frage ist nicht zuerst „Welche Marke?“, sondern: Was ist drin, wie ist es verarbeitet und passt es zu meinem Hund?

Achten Sie bei der Auswahl auf:

  • klare Deklaration der tierischen Komponenten (nicht nur „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“)

  • Proteinquelle(n): gut verdaulich und passend zur Verträglichkeit

  • Fettqualität: ausgewogen, nicht zu hoch bei empfindlichem Stoffwechsel

  • Zusatzstoffe: so wenig wie nötig, so gezielt wie sinnvoll

  • Verarbeitung: je nach Hund kann stark verarbeitetes Futter empfindlicher machen

Wichtig: „Premium“ auf der Packung ersetzt keine passende Zusammensetzung.

Trockenfutter, Nassfutter oder Frischfutter: Was ist sinnvoll?

Es gibt nicht die eine perfekte Fütterungsform für alle Hunde. Entscheidend ist, was Ihr Hund verträgt, braucht und was Sie im Alltag konsequent umsetzen können.

Trockenfutter kann praktisch sein, aber je nach Rezeptur und Hund auch zu Problemen beitragen (z. B. bei sensibler Verdauung oder sehr niedrigem Trinkverhalten).
Nassfutter ist oft schmackhafter und bringt mehr Feuchtigkeit mit, was bei manchen Hunden entlastend wirkt.
Frischfutter / gekochte Rationen / BARF können sehr gut funktionieren, brauchen aber Know-how, damit die Versorgung wirklich ausgewogen ist.

Unser Grundsatz: Die Fütterungsform ist zweitrangig – die passende, ausgewogene Zusammensetzung ist entscheidend.

Protein: Wie viel, welche Quelle, welche Verträglichkeit?

Protein ist zentral für Muskeln, Immunsystem, Haut und Fell. Gleichzeitig ist es einer der häufigsten Punkte, an denen Fütterung „kippt“: zu viel, zu wenig, falsche Quelle oder schlechte Verdaulichkeit.

  • Ein aktiver Hund hat andere Anforderungen als ein ruhiger Familienhund.

  • Ein Hund mit Juckreiz oder wiederkehrenden Ohrproblemen braucht oft eine besonders klare, gut verträgliche Proteinstrategie.

  • Bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt ist Verdaulichkeit häufig wichtiger als „möglichst viel Fleisch“.

Wenn Beschwerden auftreten, lohnt sich eine ruhige, strukturierte Analyse statt ständiger Futterwechsel.

Kohlenhydrate und Ballaststoffe: Nicht verteufeln, aber richtig einsetzen

Ob ein Hund Kohlenhydrate braucht, hängt vom Hund ab. Manche kommen mit einem moderaten Anteil sehr gut zurecht, andere reagieren empfindlich. Ballaststoffe können die Darmgesundheit sinnvoll unterstützen, entscheidend ist die Art und die Menge.

Typische Hinweise, dass etwas nicht passt, können sein:

  • wechselnder Kot, Blähungen, Schleim

  • unruhiges Verhalten nach dem Fressen

  • wiederkehrendes Grasfressen oder Bauchgeraesche

  • starker Hunger trotz ausreichender Menge

Auch hier gilt: Nicht pauschal bewerten, sondern individuell einordnen.

Mineralstoffe und Öle: Gezielt statt „einfach mal dazu“

Viele Hunde erhalten zusätzlich Öle, Pulver oder „All-in-one“-Ergänzungen. Das kann sinnvoll sein, oder alles unnötig verkomplizieren. Eine Überversorgung ist genauso problematisch wie ein Mangel; speziell Reinfleisch- und Ergänzungsfutter für Hunde sollten daher immer gezielt und bedarfsgerecht eingesetzt werden..

Sinnvoll ist eine gezielte Strategie, zum Beispiel bei:

  • Haut- und Fellthemen (Fettsäurenprofil)

  • Gelenkunterstützung (je nach Lebensphase)

  • Magen-Darm-Stabilisierung (nach Ursachenabklärung)

  • Rekonvaleszenz oder besonderer Belastung

Statt pauschal zu ergänzen, ist eine individuelle Betrachtung meist der kürzere Weg.

Individuelle Bedürfnisse: Der wichtigste Hebel

Artgerechte Ernährung bedeutet immer Individualität. Diese Faktoren sollten Sie unbedingt einbeziehen; ein flexibel anpassbares Tiernahrungs-Abo für Ihren Hund kann helfen, eine einmal gefundene, passende Fütterungsstrategie konsequent im Alltag umzusetzen:

  • Alter und Lebensphase

  • Gewicht und Körperkondition

  • Aktivität und Alltag (Spaziergänge, Sport, Training)

  • Rasse und genetische Neigungen

  • Verträglichkeit, Allergien, Unverträglichkeiten

  • Gesundheitsgeschichte (Haut, Darm, Stoffwechsel, Gelenke)

Wenn Sie diese Punkte sauber berücksichtigen, wird Fütterung vom Dauerproblem zur stabilen Basis.

Natürliche Unterstützung statt Symptome zu überdecken

Viele Beschwerden lassen sich nicht „wegfüttern“, aber durch eine passende Ernährung und eine wohlüberlegte Auswahl von Hundefutter, Ergänzungsfutter und Pflegeprodukten sehr gut begleiten.. Wichtig ist, die Ursache zu betrachten und nicht nur kurzfristig Symptome auszubalancieren. In unserer Arbeit betrachten wir den Hund ganzheitlich – und die Ernährung ist dabei oft der Schlüssel, der lange unterschätzt wird; passende Grundlagen finden Sie in unserem Shop für qualitative Tiernahrung..

Fazit: Artgerecht heisst bedarfsgerecht

Artgerechte Fütterung ist kein starres Konzept und keine Frage der trendigsten Marke. Sie ist ein dynamischer Prozess, der sich mit Ihrem Hund, seinem Alltag und seinem Gesundheitszustand entwickelt. Wer bereit ist, genauer hinzuschauen und individuell anzupassen, schafft die Grundlage für ein gesundes, ausgeglichenes Hundeleben.

Sie sind unsicher, ob Ihr Hund optimal versorgt ist oder möchten eine klare, alltagstaugliche Fütterungsstrategie? Wir helfen Ihnen gerne mit einer individuellen Futterberatung bei TIER IM MITTELPUNK.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich, ob das Hundefutter für meinen Vierbeiner artgerecht ist?

Artgerechtes Hundefutter zeichnet sich durch eine klare Deklaration der Inhaltsstoffe, hochwertige Proteinquellen und eine ausgewogene Zusammensetzung aus, die auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes abgestimmt ist; ein Beispiel sind getreidefreie Premiumfutter wie Canagan.. Dabei spielen Alter, Aktivität, Gesundheitszustand und Verträglichkeit eine wichtige Rolle.

Sollte ich meinem Hund lieber Trockenfutter oder Nassfutter geben?

Die Wahl zwischen Trocken- und Nassfutter hängt von den Vorlieben und Bedürfnissen Ihres Hundes ab. Trockenfutter kann die Zahngesundheit unterstützen und ist praktisch in der Handhabung, während Nassfutter oft schmackhafter ist und die Flüssigkeitszufuhr fördert, was besonders bei älteren oder kranken Hunden vorteilhaft sein kann.

Wie kann ich eine Futterumstellung bei meinem Hund am besten durchführen?

Eine schrittweise Umstellung ist wichtig, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Beginnen Sie damit, kleine Mengen des neuen Futters mit dem bisherigen zu mischen und erhöhen Sie den Anteil des neuen Futters über etwa eine Woche, während Sie das alte Futter entsprechend reduzieren. Beobachten Sie dabei das Verhalten und die Verdauung Ihres Hundes.

Welche Rolle spielen Kohlenhydrate und Ballaststoffe in der Hundeernährung?

Kohlenhydrate können eine wichtige Energiequelle sein, insbesondere für aktive Hunde, während Ballaststoffe die Darmgesundheit unterstützen. Die Verträglichkeit variiert jedoch individuell, weshalb die Auswahl der richtigen Kohlenhydratquellen und die Menge an Ballaststoffen an den Hund angepasst werden sollten.

Kann die Ernährung das Verhalten meines Hundes beeinflussen?

Ja, die Ernährung kann Auswirkungen auf das Verhalten haben. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern kann auch das Wohlbefinden und die Ausgeglichenheit Ihres Hundes fördern. Beispielsweise beeinflussen bestimmte Aminosäuren wie Tryptophan die Produktion von Serotonin, das für Stimmung und Verhalten wichtig ist.