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Leitfaden - Welpe füttern in den ersten 12 Monaten

Der vollständige Leitfaden für ein gesundes Hundeleben

Ein Welpe zieht ein – und mit ihm kommen tausend Fragen. Wie oft füttern? Wie viel? Welches Futter ist das richtige? Was braucht der kleine Vierbeiner zusätzlich, damit Knochen, Muskeln, Verdauung und Immunsystem optimal aufgebaut werden?

Die ersten 12 Monate entscheiden über das gesamte spätere Hundeleben. In dieser Phase wachsen Skelett, Organe und Nervensystem in einem Tempo, das ein Hund nie wieder erreichen wird. Fehler in der Welpenfütterung lassen sich später kaum noch korrigieren – sie zeigen sich oft erst Jahre danach in Form von Gelenkproblemen, Übergewicht oder einem geschwächten Immunsystem.

In diesem Leitfaden erfahren Sie Monat für Monat, worauf es bei der Welpenernährung wirklich ankommt: von der Anzahl der Mahlzeiten über die richtige Futtermenge bis hin zu natürlichen Ergänzungen, die das Wachstum sanft begleiten. Konkret. Praxisnah. Schweizer Qualität.

Warum die ersten 12 Monate so entscheidend sind

In den ersten Lebenswochen verdoppelt ein Welpe sein Geburtsgewicht innerhalb von zehn Tagen. Mit sechs Monaten hat er bereits rund 40 % seines Endgewichts erreicht – bei kleinen Rassen sogar deutlich mehr. Dieses rasante Wachstum stellt enorme Anforderungen an die Nährstoffversorgung.

Das Problem: Überfütterte Welpen werden nicht dick – sie wachsen zu schnell. Ein Energieüberschuss führt nicht zu Fettpolstern, sondern zu beschleunigtem Knochenwachstum. Die Wachstumsfugen schliessen sich erst nach dem zwölften Lebensmonat (bei grossen Rassen noch später). Jedes überflüssige Kilogramm belastet das noch instabile Skelett – mit Folgen, die ein Leben lang bleiben können: Hüftgelenksdysplasie, Ellbogendysplasie und chronische Gelenkbeschwerden.

Die drei zentralen Stellschrauben in den ersten 12 Monaten:

  1. Die richtige Futtermenge – ausreichend, aber nicht zu viel

  2. Das passende Calcium-Phosphor-Verhältnis – essenziell für Knochenbildung

  3. Hochwertige Proteine und Omega-Fettsäuren – für Muskeln, Fell und Gehirnentwicklung

Hinzu kommt: Ein Welpe braucht nicht nur ein gutes Grundfutter, sondern oft eine gezielte natürliche Ergänzung, um Lücken zu schliessen und die natürliche Entwicklung zu unterstützen.

Welpe füttern Monat für Monat – die richtige Häufigkeit

Welpen haben kleine Mägen und einen enormen Energiebedarf. Deshalb gilt: Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als wenige grosse. Die Anzahl der Mahlzeiten passen Sie schrittweise an das Alter Ihres Welpen an.

8–12 Wochen: Vier Mahlzeiten täglich

In diesem Alter zieht der Welpe meist in sein neues Zuhause ein. Belassen Sie die Fütterung in der ersten Woche möglichst so, wie der Züchter es vorgegeben hat – der Umzug ist Stress genug. Verteilen Sie die Tagesration auf vier Mahlzeiten: Frühmorgens, am Vormittag, am späten Nachmittag und am frühen Abend.

3–6 Monate: Drei Mahlzeiten täglich

Sobald sich der Welpe eingelebt hat und sein Magen grösser wird, reduzieren Sie auf drei Mahlzeiten. Halten Sie feste Fütterungszeiten ein – der Verdauungstrakt eines Hundes arbeitet effizienter, wenn er weiss, wann das Futter kommt.

6–12 Monate: Zwei Mahlzeiten täglich

Ab dem sechsten Lebensmonat reichen zwei Mahlzeiten am Tag – morgens und abends. Bei grossen und sehr grossen Rassen behalten Sie diesen Rhythmus auch danach bei, um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren.

Wichtige Regeln rund um die Fütterung

  • Vor der Fütterung: Ruhe schaffen, keine wilden Spiele

  • Während der Fütterung: Ungestörtes Fressen, kein Anfassen am Napf

  • Nach der Fütterung: Mindestens 30 Minuten Pause, dann erst wieder Bewegung

  • Wasser: Immer frisches Wasser zur freien Verfügung

  • Leckerlis: Maximal ein kleiner Teil der Tagesration; Kalorien von der Hauptmahlzeit abziehen

Die richtige Futtermenge – Faustregeln für jede Wachstumsphase

Die Futtermenge richtet sich nach Alter, aktuellem Gewicht, erwarteter Endgrösse, Rasse und Aktivität. Als Orientierung dienen folgende Richtwerte – immer bezogen auf das aktuelle Körpergewicht des Welpen:

Alter

Tagesmenge (Anteil des Körpergewichts)

Anzahl Mahlzeiten

8–12 Wochen

6–8 %

4

3–6 Monate

5–7 %

3

6–9 Monate

4–5 %

2–3

9–12 Monate

3–4 %

2

Beispielrechnung: Ein zwölf Wochen alter Welpe mit drei Kilogramm Körpergewicht benötigt etwa 180–240 Gramm Futter täglich, aufgeteilt auf vier Mahlzeiten – also rund 45–60 Gramm pro Portion.

Wichtig: Diese Werte sind Richtwerte. Beobachten Sie Ihren Welpen. Sind die Rippen fühlbar, aber nicht sichtbar? Ist eine leichte Taille erkennbar? Dann stimmt die Menge. Wiegen Sie Ihren Welpen wöchentlich und dokumentieren Sie die Entwicklung – eine Wachstumskurve hilft, frühzeitig Abweichungen zu erkennen.

Welches Futter für Welpen – Trockenfutter, Nassfutter oder Frischfütterung?

Es gibt nicht das eine richtige Welpenfutter. Entscheidend ist die Qualität, die Zusammensetzung und die Verträglichkeit. Jede Fütterungsform hat ihre Berechtigung.

Trockenfutter für Welpen

Praktisch, lange haltbar, einfach zu dosieren. Ein hochwertiges Welpentrockenfutter enthält etwa ein Drittel Rohprotein – deutlich mehr als Futter für ausgewachsene Hunde. Achten Sie auf einen hohen Fleischanteil, eine klare Deklaration ohne Lockstoffe und auf das richtige Calcium-Phosphor-Verhältnis.

Nassfutter für Welpen

Höherer Feuchtigkeitsgehalt, oft bessere Akzeptanz bei wählerischen Welpen, niedrigere Energiedichte. Nassfutter eignet sich besonders für Welpen, die ungern trinken oder zu Übergewicht neigen.

Frischfleisch und BARF

Eine selbst zusammengestellte Rohfütterung ist im Welpenalter besonders anspruchsvoll. Fehler in der Nährstoffversorgung – insbesondere beim Calcium-Phosphor-Verhältnis – können schwerwiegende Folgen für die Skelettentwicklung haben. Wenn Sie BARF wählen, lassen Sie sich unbedingt fundiert beraten. In unserer KategorieFrischfleisch für Hunde finden Sie hochwertige Komponenten.

Worauf Sie beim Welpenfutter unbedingt achten sollten

  • Deklaration als Alleinfutter für wachsende Hunde

  • Hoher Fleischanteil mit klarer Herkunftsangabe

  • Calcium-Phosphor-Verhältnis im richtigen Bereich (etwa 1,2:1 bis 1,4:1)

  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren für Fell, Haut und Gehirnentwicklung

  • Keine Zuckerzusätze, keine künstlichen Farbstoffe, keine Geschmacksverstärker

  • Angepasst an die Rassengrösse – Mini, Medium, Maxi

Natürliche Ergänzungen für Welpen – die ersten 12 Monate sanft begleiten

Ein gutes Welpenfutter deckt den Grundbedarf. In bestimmten Phasen profitieren Welpen jedoch von einer gezielten natürlichen Ergänzung – sei es zur Unterstützung der Gelenkentwicklung, des Immunsystems oder der Verdauung. Genau hier setzt das Sortiment von TIER IM MITTELPUNKT an.

Komplettversorgung für Welpen und Junghunde

Wer von Anfang an auf eine ganzheitliche, natürliche Begleitung setzen möchte, findet in unserer KategorieWelpen & Junior für Hunde eine kuratierte Auswahl an Ergänzungsfuttern, die speziell auf die Bedürfnisse heranwachsender Vierbeiner abgestimmt sind. Marken wiePerNaturam, AniForte und Pahema stehen für hochwertige, naturbasierte Rezepturen ohne synthetische Zusätze.

PerNaturam Perna Junior – Unterstützung für Gelenke und Bindegewebe

Gerade in den ersten 12 Monaten werden die Weichen für die spätere Gelenkgesundheit gestellt.PerNaturam Perna Junior wurde speziell für Welpen und junge Hunde bis zwei Jahre entwickelt. Die Rezeptur enthält wertvolle natürliche Bausteine für Knorpel und Bindegewebe – ideal für Hunde im Wachstum, besonders bei grossen und schnellwachsenden Rassen. Auf Teufelskralle wird bewusst verzichtet, da dieses Kraut für junge Hunde ungeeignet ist.

PerNaturam Komplement Natal – für die tragende Hündin und stillende Mutter

Wenn die Hündin gerade Welpen bekommen hat oder noch trägt:PerNaturam Komplement Natal ist eine natürliche Kräuter- und Nährstoffmischung, die vom Beginn der Läufigkeit bis zum Absetzen der Welpen täglich dem Futter beigegeben wird. Sie enthält Cholin, Methionin, Biotin, Selen, Vitamin K sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren – wichtige Stoffe, damit sich Föten und Welpen voll entwickeln können, ohne die Mutter auszubeuten.

Sanfte Unterstützung bei empfindlicher Verdauung

Ein Welpenmagen ist empfindlich. Der Umzug, ein neuer Tagesablauf, ein Futterwechsel – schnell zeigen sich Blähungen, weicher Kot oder Unruhe.PerNaturam Digestiv mit Anis, Kümmel, Fenchel und Ingwer beruhigt die Schleimhäute in Magen und Darm und unterstützt eine ausgeglichene Darmflora. Ideal für Welpen in Umstellungs- und Eingewöhnungsphasen.

Die Futterumstellung – wann auf Adult-Futter wechseln?

Der Wechsel vom Welpen- auf Adult-Futter ist nicht an ein festes Datum gebunden, sondern an die individuelle Entwicklung des Hundes.

Rassengrösse

Endgewicht

Umstellung auf Adult-Futter

Klein

unter 10 kg

ca. 9.–12. Monat

Mittelgross

10–25 kg

ca. 12. Monat

Gross

25–40 kg

ca. 15.–18. Monat

Sehr gross / Riesenrassen

über 40 kg

ca. 18.–24. Monat

Wichtig bei grossen Rassen: Niemals zu früh umstellen. Ein verfrühter Wechsel kann das Wachstum negativ beeinflussen und Gelenkprobleme begünstigen.

So gelingt die Futterumstellung reibungslos

Mischen Sie das neue Futter über sieben bis zehn Tage hinweg schrittweise unter das gewohnte Welpenfutter:

  • Tag 1–2: ein Viertel neues Futter, drei Viertel altes Futter

  • Tag 3–4: je zur Hälfte neues und altes Futter

  • Tag 5–6: drei Viertel neues Futter, ein Viertel altes Futter

  • Ab Tag 7–10: vollständig neues Futter

Reagiert der Welpe mit Durchfall oder Verdauungsproblemen, gehen Sie einen Schritt zurück und verlängern Sie die Übergangsphase. Bei anhaltenden Beschwerden konsultieren Sie Ihren Tierarzt.

Häufige Fehler in der Welpenfütterung – und wie Sie sie vermeiden

In der Beratung begegnen uns immer wieder dieselben Fütterungsfehler. Diese fünf gehören zu den häufigsten:

1. Zu viele Leckerlis im Training. Die Belohnungshäppchen summieren sich schnell. Halten Sie Leckerlis in einem überschaubaren Rahmen und ziehen Sie die Kalorien von der Hauptmahlzeit ab.

2. Falsches Calcium-Phosphor-Verhältnis. Vor allem bei selbst zubereiteten Rationen oder beim Zufüttern von purem Fleisch ein häufiger Fehler. Welpen können überschüssiges Calcium nicht ausscheiden – mit Folgen für das Skelett.

3. Zu früher Wechsel auf Adult-Futter. Besonders bei grossen Rassen problematisch. Adult-Futter deckt den Nährstoffbedarf eines wachsenden Hundes nicht.

4. Futterwechsel von einem Tag auf den anderen. Der empfindliche Welpenmagen braucht Übergangszeit. Mindestens sieben Tage einplanen.

5. Tischabfälle und Menschenessen. Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Trauben, Avocado – einige Lebensmittel sind für Welpen hochgiftig. Vom Tisch bekommt der Welpe grundsätzlich nichts.

Ihr Welpe verdient den besten Start

Die ersten 12 Monate prägen Ihren Hund ein Leben lang. Wer in dieser Phase auf hochwertige Ernährung, ausgewogene Mengen und natürliche Ergänzungen setzt, legt das Fundament für ein gesundes, vitales Hundeleben.

Bei TIER IM MITTELPUNKT finden Sie eine sorgfältig kuratierte Auswahl an natürlichen Ergänzungsfuttern, hochwertigen Kauartikeln und Welpenzubehör – alles geprüft, alles versandbereit ab Lager. Bei Fragen zur richtigen Fütterung Ihres Welpen ist unser Beratungsteam für Sie da.

Entdecken Sie unsere Welpen-Auswahl:Welpen & Junior für HundePerNaturamFrischfleisch für HundeHundenäpfeKauartikel für Hunde

Gratis Lieferung ab CHF 120.- in der ganzen Schweiz.


Häufige Fragen zur Welpenfütterung

Wie oft sollte ich meinen Welpen am Tag füttern?

In den ersten drei Monaten viermal täglich, ab dem dritten bis sechsten Monat dreimal, ab dem sechsten Monat zweimal. Feste Fütterungszeiten sind wichtig, damit die Verdauung optimal arbeitet.

Wie viel Futter braucht ein Welpe pro Tag?

Als Faustregel: 6–8 % des Körpergewichts in den ersten Wochen, später sinkend auf 3–4 %. Die genaue Menge hängt von Rasse, Aktivität und Endgewicht ab. Orientieren Sie sich an der Fütterungsempfehlung auf der Verpackung und beobachten Sie die Gewichtsentwicklung.

Wie lange sollte ich meinem Welpen Welpenfutter geben?

Kleine Rassen bis etwa zum 9.–12. Monat, mittelgrosse Rassen bis zum 12. Monat, grosse Rassen bis zum 15.–18. Monat, Riesenrassen bis zu 24 Monate. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern das Erreichen des Endgewichts.

Was sollte ich tun, wenn mein Welpe nicht fressen will?

Welpen verweigern manchmal das Futter – durch Stress, Zahnwechsel oder weil sie testen, ob sie etwas Höherwertiges bekommen. Bleiben Sie ruhig, halten Sie an festen Zeiten fest und wechseln Sie nicht sofort das Futter. Frisst der Welpe länger als zwei Tage nichts oder zeigen sich weitere Symptome, suchen Sie den Tierarzt auf.

Welche Lebensmittel sind für Welpen gefährlich?

Schokolade, Kaffee, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, Rosinen, Avocado, rohes Schweinefleisch, Xylit (Birkenzucker) und Alkohol sind für Welpen giftig oder lebensgefährlich. Auch sehr fettiges oder gewürztes Essen vom Tisch ist tabu.

Brauchen Welpen Nahrungsergänzung?

Bei einem hochwertigen Alleinfutter ist der Grundbedarf gedeckt. In bestimmten Phasen – Wachstumsschub, Stress, Futterumstellung, sensible Verdauung, Gelenkaufbau bei grossen Rassen – kann eine gezielte natürliche Ergänzung sinnvoll sein. Sprechen Sie im Zweifel mit dem Tierarzt oder lassen Sie sich bei TIER IM MITTELPUNKT beraten.